29.03.2021, 09:50 Uhr

Bund fördert Drohnen-Technik zum Schutz für Rehkitze

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann weist auf Fördermittel hin. Foto: Koch

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann weist auf Fördermittel hin. Foto: Koch

Berlin Bis zum 1. September können eingetragene Vereine, die sich für die Rettung von Rehkitzen einsetzen, Fördermittel bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen, um Drohnen anzuschaffen. Dies teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann mit. „Jedes Jahr werden zahllose Rehkitze im Frühjahr bei Mäharbeiten verletzt oder getötet. Mithilfe von moderner Drohnentechnik können wir unsere Grünland- und Ackerfutterflächen vor der Mahd nach Rehkitzen absuchen und sie so vor dem Mähtod retten“, so Stegemann.

Der CDU-Politiker erklärt: „Im Frühling werden die Rehkitze von den Ricken in Wiesen und Futteranbauflächen abgelegt. Bei Gefahr des anrückenden Mähwerks ducken sie sich instinktiv und fallen damit den Mäharbeiten zum Opfer, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden.“ Stegemann hofft, dass mithilfe der Wärmebildkameras der Drohnen die versteckten Rehkitze künftig besser erfasst werden können und so ein großer Anteil der deutschlandweit jährlich geschätzt 100.000 durch Mäharbeiten getöteten Jungtiere gerettet wird.

Im Rahmen der Bundesförderung werden pro Verein bis zu zwei Drohnen mit jeweils maximal 4.000 Euro oder 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bezuschusst. Die Drohnen müssen eine Echtbildkamera mit integrierter oder kompatibler Wärmebildkamera haben, eine Mindestflugzeit von 20 Minuten gewährleisten und eine Home-Return-Funktion besitzen. Die Anschaffung des Steuerungsgeräts sowie bis zu zwei Ersatzakkumulatoren und ein Transportbehältnis sind ebenfalls förderfähig.

Weitere Infos können auf www.ble.de/rehkitze eingesehen werden.