04.01.2021, 10:47 Uhr

Bürgerforum Nordhorn: Es geht um Eissport, nicht um Gebäude

Die Zukunft der Eissporthalle ist weiter in der Diskussion. Archivfoto: J. Lüken

Die Zukunft der Eissporthalle ist weiter in der Diskussion. Archivfoto: J. Lüken

Nordhorn Vor Kurzem hat die Bürgerinitiative zur Rettung der Eissporthalle (BI) bekannt gegeben, den von ihr beschrittenen Weg des Bürgerentscheids nicht weiter verfolgen zu wollen (die GN berichteten) und die Entscheidung mit dem „Gesundheitsschutz der Bürger“ im Zusammenhang mit der Corona-Krise erklärt. In einem Schreiben nimmt Christoph Meier für das Bürgerforum Nordhorn Stellung zur Kehrtwende der BI. Darin erklärt er: „Die Begründung des Schutzes der Bevölkerung in diesem zum jetzigen Zeitpunkt herrschenden Ausnahmezustand erscheint heute gerechtfertigt, ob dies in der Zukunft auch der Fall sein müsste, kann dahingestellt bleiben.“

Nach Auffassung des Bürgerforums geht es Meier zufolge „nicht in erster Linie um die Erhaltung eines Gebäudes, sondern vielmehr um die Erhaltung einer Sportart und eines Alleinstellungsmerkmals des Landkreises Grafschaft Bentheim und der Stadt Nordhorn.“ Viele Details seien auch in Vorbereitung des Bürgerentscheides auf politischer Ebene noch ungeklärt und unabwägbar, sodass der gewählte Weg der Bürgerinitiative auch der Politik Möglichkeiten zur Erhaltung des Eissports eröffne. „Stets haben sich Landkreis und Stadt als Unterstützer des Eissports gezeigt, auch bei Verlagerung des Standortes nach Rheine als Ausweichmöglichkeit. So sollte die Politik jetzt auch nicht nur die Erhaltung eines Gebäudes in den Mittelpunkt stellen, sondern eben die weitere Erhaltung von Sportmöglichkeit und des weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannten Stätte zur Ausübung desselben“, führt Meier aus und fügt hinzu: „Durch die Pandemie ist auch im Eissport ein Ausnahmezustand gegeben, der allen Beteiligten die Möglichkeit gibt, die bestehenden Optionen zu einer Halle, aber auch der einer Übergangslösung zu überprüfen, denn auch der Eissport stand in dieser Zeit still.“ Aus Sicht des Bürgerforums sollte „jetzt die Prüfung von Alternativmöglichkeiten vorangetrieben werden, um das überregional bekannte Alleinstellungsmerkmal, in welcher Form auch immer, zu erhalten. Wir sollten den Sportlern, Schulkindern und Besuchern nicht die Möglichkeit des Eissports nehmen“, betont Meier abschließend.

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