26.10.2020, 15:31 Uhr

Brustkrebs-Mobil macht für drei Wochen Station in Emlichheim

Rufen zur Nutzung des Angebotes auf: Andreas Kamphaus von der Praxis Drewes und Partner und Beate Sleefenboom, Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Emlichheim. Foto: Samtgemeinde Emlichheim

Rufen zur Nutzung des Angebotes auf: Andreas Kamphaus von der Praxis Drewes und Partner und Beate Sleefenboom, Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Emlichheim. Foto: Samtgemeinde Emlichheim

Emlichheim Ab Donnerstag, 29. Oktober, haben etwa 2200 Frauen aus der Samtgemeinde Emlichheim die Möglichkeit, an einer Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs teilzunehmen. „Die regelmäßige Teilnahme ist besonders wichtig und sollte auch jetzt nicht außer Acht gelassen werden, denn Krebs macht trotz der Corona-Pandemie keine Pause“, betont Projektleiter Andreas Kamphaus von der Praxis Drewes und Partner. Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters und die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde, Beate Sleefenboom, unterstützen den Aufruf.

Kamphaus zufolge ist das Mammographie-Screening-Programm in der südwestlichen Region Niedersachsens bereits sehr erfolgreich etabliert. „Die Teilnahmerate an der Früherkennung liegt in der Samtgemeinde Emlichheim mit 72 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt“, berichtet Kamphaus und fügt hinzu, dass Frauen, die bereits einmal teilgenommen haben, zu 90 Prozent regelmäßig wieder zum Mammographie-Screening gehen.

Alle zwei Jahre werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zur Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm eingeladen. „Wir wollen bereits die Frühstadien finden. Es geht um die Frauen, die keine Beschwerden haben und klinisch unauffällig sind. Der Vorteil für die Frauen ist hierbei sehr groß. Denn je früher wir Hinweise auf ein Karzinom finden, desto besser, weil dann die Heilungschancen sehr hoch sind und eine schonende Therapie durchgeführt werden kann“, erläutert Dr. Volker von Diepenbroick, der programmverantwortliche Arzt der Praxis Drewes und Partner. „Der Vergleich mit den schon vorliegenden Mammographien früherer Untersuchungen wird die diagnostische Sicherheit erheblich erhöhen. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit zur Abklärung von Veränderungen zurückgehen und sich die Prognose von neu entdeckten kleinen Tumoren weiter verbessern“, so von Diepenbroick.

Der Arzt appelliert daher, dass weiterhin möglichst viele Frauen diese Chance der Gesundheitsvorsorge nutzen. Das „Mammobil“ soll vom 29. Oktober bis 20. November am Rathaus zur Verfügung stehen. „Selbstverständlich geschieht das Screening unter besonderen Hygienemaßnahmen. Wie derzeit in anderen Bereichen üblich gilt im „Mammo-Mobil“ und im Wartebereich die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Für wartende Patientinnen steht ein Zelt zur Verfügung, damit man auch bei schlechtem Wetter geschützt und mit Abstand warten kann“, erklärt Kamphaus abschließend.

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