23.08.2021, 15:50 Uhr

Breitbandausbau in Samtgemeinde Schüttorf nimmt Fahrt auf

Rathauschef Manfred Windhaus kündigt an, mit einem Gesamtvolumen von 14 Millionen Euro in den Breitbauausbau und die Digitalisierung der Samtgemeinde Schüttorf zu investieren. Foto: Stadt Schüttorf

Rathauschef Manfred Windhaus kündigt an, mit einem Gesamtvolumen von 14 Millionen Euro in den Breitbauausbau und die Digitalisierung der Samtgemeinde Schüttorf zu investieren. Foto: Stadt Schüttorf

Schüttorf Im Oktober 2020 hat der Internetanbieter Grafschafter Breitband mit der Vermarktung für den geplanten Glasfaserausbau in der Samtgemeinde Schüttorf begonnen, um bislang unterversorgten Haushalten in den Außenbereichen einen kostenlosen Glasfaser-Internetanschluss zu ermöglichen. Die Beteiligungsquote von mindestens 55 Prozent konnte bis zum Stichtag im Dezember erreicht werden, sodass das staatlich geförderte Projekt nun umgesetzt werden kann. Die rund 1400 Haushalte und sogenannten „weißen Flecken“ mit einer Versorgung von unter 30 Megabit pro Sekunde in Engden, Ohne, Quendorf, Samern und Randbereichen der Stadt Schüttorf werden zukünftig mit einem Glasfaseranschluss versorgt.

14 Millionen Euro für Digitalisierung

„Gerade das vergangene Jahr hat uns allen gezeigt, wie wichtig eine stabile und ausreichende Internetverbindung für die Arbeit im Homeoffice aber auch für das Fernsehen oder Telefonieren über das Internet und als zeitgemäßer Übertragungsweg nicht mehr wegzudenken ist“, teilt Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor Manfred Windhaus mit. Er kündigt an, mit einem Gesamtvolumen von 14 Millionen Euro in den Breitbauausbau und die Digitalisierung zu investieren.

„Im nächsten Schritt sollen sogenannte ,graue Flecken‘, das heißt Haushalte mit einer Internetversorgung von weniger als 100 Megabit pro Sekunde, ausgebaut werden“, erklärt Windhaus. Bis Ende 2022 sollen 4600 unterversorgte Haushalte in der Samtgemeinde einen kostenlosen Glasfaseranschluss angeboten bekommen. Der Ausbau wird mit einem Volumen von rund 8 Millionen Euro gefördert, Voraussetzung für die Umsetzung des Projektes ist eine Mindestanschlussquote von 40 Prozent.

Der Ausbau der „grauen Flecken“ soll über die Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren in Kooperation mit dem Unternehmen spt.Netz erfolgen. Die Vermarktungsphase soll bereits im Oktober beginnen. Ersten Planungen zufolge sollen beide Projekte bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Ausstattung der Schulen hat Priorität

Auch ein mit den Schulen erarbeitetes Digitalisierungskonzept nimmt weiter Fahrt auf. Neben schnellem Internet und einem stabilen WLAN-Netz liegt der Fokus auf dem zeitgemäßen Arbeiten mit modernen Medien. „Auch hier hat die Pandemie uns deutlich gezeigt, dass die technische Ausstattung der Schulen absolute Priorität haben muss“, so Windhaus. Bis Ende 2022 sollen seinen Informationen zufolge 588.000 Euro in die digitale Ausstattung von Endgeräten in den Schulen investiert werden.

Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Bürgerbefragung habe darüber hinaus verdeutlicht, wie wichtig digitale Angebote seien und dass die Bürger diese mit Interesse verfolgen. „Wir warten derzeit gespannt auf die Zuteilung eines Budgets im Rahmen des ,Sofortprogramms Innenstadt‘“, teilt Windhaus mit. Ein Teil des geförderten Projektes werde sich ebenfalls mit dem Digitalisierungskonzept befassen. „Neben Hardware für Outdoor-Touristinformationen und LED-Ortseingangsdisplays planen wir einen digitalen Marktplatz, den wir als App für verschiedene Branchen umsetzen möchten“, erläutert der Schüttorfer Stadtdirektor die Pläne der Verwaltung. Die Umsetzung des WLAN-Netzes im Innenstadtbereich sei bereits in vollem Gange. Zukünftig sollen Bürger auf dem Marktplatz, in den umliegenden Straßen und im Bürgermeister-Meyeringh-Park während ihres Aufenthaltes eine Internetverbindung kostenlos nutzen können.

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