08.12.2020, 10:23 Uhr

Brandlecht erhält Ortsschilder in Hoch- und Plattdeutsch

Albert Rötterink, Vorsitzender des Plattproater Krings, Thomas Berling, Bürgermeister der Stadt Nordhorn, Gerhard Olthuis, Initiator und Mitglied der Platt-AG, und Lars Klukkert, Stiftungsrat der Grafschafter Sparkassenstiftung (von links), haben sich bei der Präsentation auch nicht vom schlechten Wetter abhalten lassen. Foto: KSK

Albert Rötterink, Vorsitzender des Plattproater Krings, Thomas Berling, Bürgermeister der Stadt Nordhorn, Gerhard Olthuis, Initiator und Mitglied der Platt-AG, und Lars Klukkert, Stiftungsrat der Grafschafter Sparkassenstiftung (von links), haben sich bei der Präsentation auch nicht vom schlechten Wetter abhalten lassen. Foto: KSK

Brandlecht In den vergangenen Jahren hat der „Groafschupper Plattproater Kring“ in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Grafschafter Gemeinden dafür gesorgt, dass die plattdeutsche Sprache, die insbesondere in der Niedergrafschaft als lebendige Alltagssprache gilt, sichtbarer wird. Erst in Emlichheim, Neuenhaus, Veldhausen und Gildehaus und dann in den Gemeinden Laar, Lage, Hoogstede und Osterwald wurden Ortsschilder in Hoch- und eben auch Plattdeutsch installiert. Und nun profitiert auch der Nordhorner Ortsteil Brandlecht von der gemeinsamen Initiative des Plattproater Krings und der Platt-AG des Landkreises. Finanzielle Unterstützung erhalten die Initiatoren erneut von der Grafschafter Sparkassenstiftung, die von Beginn an Unterstützer des Projektes war und in all den Jahren insgesamt 11.500 Euro zur Umsetzung beigetragen hat.

„Die Grafschafter Sparkassenstiftung setzt sich für die Heimatpflege, insbesondere für den Erhalt der niederdeutschen Sprache ein“, berichtet Lars Klukkert, Stiftungsratsmitglied der Grafschafter Sparkassenstiftung. Auch Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling freut sich über die neuen Ortsschilder, die in Kürze montiert werden. „Sie tragen zur Identifikation der Region mit der plattdeutschen Sprache bei und machen eine traditionelle Sprache lebendig“, verdeutlicht Berling.

Aus „Brandlecht“ wird „Braandlecht“: Viele Grafschafter und natürlich auch Besucher erhalten mit einem raschen Blick auf die Ortsschilder nun auch ein plattdeutsches Willkommen. Mit der Erinnerung an die niederdeutsche Sprache verbinden die Initiatoren auch die Hoffnung, Plattdeutsch im täglichen Miteinander wieder mehr Raum zu geben. Denn die meisten Grafschafter können Plattdeutsch zumindest gut verstehen. Das Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen bestätigte im Vorfeld die Schreibweisen der jeweiligen Ortseingangsschilder.

Wie Projektinitiator Gerhard Olthuis und Albert Rötterink, Vorsitzender des Plattproater Kring, berichten, ist es das Ziel des Groafschupper Plattproater Krings, flächendeckend in der gesamten Grafschaft – soweit es Sinn macht – die Ortsschilder mit zusätzlicher plattdeutscher Ortsbezeichnung zu versehen.

Ems-Vechte