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24.04.2020, 13:25 Uhr

Bienenrettung aus dem Automaten

Samenmischungen für 20 oder 50 Cent aus umgebauten Kaugummi-Automaten. Was vor gut einem halben Jahr in Dortmund zur Bienenrettung begann, scheint bundesweit Anklang zu finden.

Automaten mit einem Centbetrag füttern und so einen kleinen Beitrag gegen das Bienensterben leisten. Foto: Sebastian Everding/Everding/dpa

Automaten mit einem Centbetrag füttern und so einen kleinen Beitrag gegen das Bienensterben leisten. Foto: Sebastian Everding/Everding/dpa

dpa Dortmund Umgebaute Kaugummi-Automaten mit einem Cent-Betrag füttern und so einen kleinen Beitrag gegen das Bienensterben leisten: Für ein Projekt, das in Dortmund vor gut einem halben Jahr mit einem einzelnen Automaten startete, haben sich inzwischen bundesweit Mitstreiter an 20 Standorten gefunden.

Die umfunktionierten Kisten geben Samenmischungen aus, die Wild- und Honigbienen in Zeiten von Flächenversiegelung, Pestizideinsatz und Monokulturen auf vielen Grünflächen das Überleben erleichtern sollen, wie Initiator Sebastian Everding der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die Automaten enthalten Samenmischungen zu 20 und zu 50 Cent. Ab September soll es zudem auch Frühlingskrokus-Knollen geben, über die sich später vor allem Hummeln freuen, wie es beim Partner - dem Bildungsprojekt „Bienenretter“ aus Frankfurt am Main - hieß.

Schulen, Imker, Firmen oder Vereine fragten nach den Automaten, schilderte Handwerksmeister Everding. Die gelben Kisten hängen etwa in Fellbach nahe Stuttgart, in Hamburg oder im niedersächsischen Bassum. Im Aufbau sind sie einer Projekt-Karte zufolge zum Beispiel auch in Frankfurt/Main, Bremen, Karlsruhe, Mainz und Aachen. Es gebe auch Anfragen aus dem europäischen Ausland.

Neben jeder Bienenkiste hänge eine weitere Box, in die man die leeren Kapseln werfen könne. Sie würden später neu mit Samen gefüllt. Everding selbst verdient nicht an seiner Idee. Die 20 Betreiber der Boxen bestellen die Mischungen beim Projektpartner „Bienenretter“ online und können mit den eingeworfenen Cent-Beträgen nachordern. Die „Bienenretter“ fördern mit dem Erlös Öko- und Bildungsprojekte.

Zuvor hatte Everding mit seinen „Witzen to go“ - Zetteln mit Gags für 20 Cent aus einer Ex-Kaugummi-Box - für Schlagzeilen gesorgt.

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Erstellt:
24. April 2020, 13:25 Uhr
Aktualisiert:
24. April 2020, 13:25 Uhr
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