02.05.2019, 15:30 Uhr

Beratungsangebot „Solar-Check“ startet im Emsland

Die Stromerzeugung auf dem eigenen Dach hat es vielen Hauseigentümern angetan. Auch im Landkreis Emsland. Ab dem 13. Mai haben alle Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern wieder die Möglichkeit, sich zum Thema Solarenergie beraten zu lassen.

Präsentieren das Beratungsangebot „Solar-Check“, von links Dirk Kopmeyer, Vorstand der Energieeffizienzagentur des Landkreises Emsland, Barbara Mussack, Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, sowie Oliver Gassner von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Foto: Landkreis Emsland

Präsentieren das Beratungsangebot „Solar-Check“, von links Dirk Kopmeyer, Vorstand der Energieeffizienzagentur des Landkreises Emsland, Barbara Mussack, Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, sowie Oliver Gassner von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Foto: Landkreis Emsland

Die Energieeffizienzagentur Landkreis Emsland, die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen sowie die Verbraucherzentrale starten auch in diesem Jahr ihr Programm „Solar-Check“. Bereits im Jahr 2018 stieß das Beratungsprogramm auf große Nachfrage, mehr als 240 Beratungen konnten im Landkreis durchgeführt werden. Und auch in diesem Jahr können Interessierte einen Termin mit einem Energieberater vor Ort vereinbaren, um herauszufinden, welche Art der Solarenergie sich für ihr Objekt eignet. „Bei einem Hausbesuch erfahren die Eigentümer, welche Möglichkeiten es in ihrem Gebäude gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung und auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. Im Nachgang erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses und ausführliche Informationsmaterialien“, beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale das Beratungsangebot.

„Der Solar-Check ist eine gute Grundlage und Entscheidungshilfe bei den Überlegungen rund um den Bau einer Solaranlage“, sagt Johannes Lorenz von der Energieeffizienzagentur Landkreis Emsland. Die Beratung erfolgt dabei stets hersteller-, produkt- und gewerkeneutral. Es gibt gute Gründe für die Stromerzeugung mit Solar. Neben der Umweltfreundlichkeit sind es auch die Kosten, denn die sinkenden Preise für Solarmodule ermöglichen die Stromerzeugung zu zehn bis zwölf Cent pro kWh, das ist deutlich günstiger als der Strombezug mit durchschnittlich 30 Cent pro kWh. „Es lohnt sich also, möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch im eigenen Haushalt zu verbrauchen“, erklärt Lorenz. Für den nicht selbst genutzten Strom, der ins Netz eingespeist wird, erhalten Hauseigentümer derzeit elf Cent pro kWh.

Im Jahr 2018 wurden deutlich mehr Solarstromanlagen gebaut als in den Vorjahren. Nach Angaben der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen wurden im Landkreis Emsland im vergangenen Jahr rund 22,5 MW Leistung neu installiert. Insgesamt verfügt der Landkreis derzeit über rund 486,9 MW installierter Leistung an Solarstrom.

„Doch es gibt noch einige Dachflächen im Emsland, die mit Solarenergie ausgestattet werden können“, weiß Lorenz. Aus diesem Grund finden vor dem Start des „Solar-Checks“ zwei Info-Abende zum Thema Solarenergie statt. Am 7. Mai um 19 Uhr im Rathaus der Stadt Papenburg (Anmeldung unter Telefon 0461 82408, izabela.dulis@papenburg.de) und am 9. Mai um 19 Uhr im Kreishaus II in Meppen (Anmeldung unter Telefon 05931 445068, johannes.lorenz@emsland.de).

Der Solar-Check kostet 285 Euro und wird größtenteils vom Bundeswirtschaftsministerium bezahlt. Der Eigenanteil für Interessierte beträgt 30 Euro. Anmeldungen für den Solar-Check nimmt die Energieeffizienzagentur Landkreis Emsland vom 13. Mai bis zum 28. Juni telefonisch unter der Telefonnummer 05931 445068 oder per Mail an johannes.lorenz@emsland.de entgegen.

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