10.11.2021, 14:30 Uhr

BBS wird zur „plattdeutschen Projektschule“ ernannt

Herbert Fuhs vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung überbrachte den Vertretern der Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales (BBS), Frank Horstmann, Jan Plescher, Jette Schnieders, Jörn Lübben und Michael Griesen, die Ernennung zur Plattdeutschen Projektschule. Foto: Kattert

Herbert Fuhs vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung überbrachte den Vertretern der Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales (BBS), Frank Horstmann, Jan Plescher, Jette Schnieders, Jörn Lübben und Michael Griesen, die Ernennung zur Plattdeutschen Projektschule. Foto: Kattert

Nordhorn/Emlichheim Plattdeutsch gehört fest zu Grafschaft Bentheim. Doch angesichts der Vorherrschaft des Hochdeutschen steht die Regionalsprache unter Druck. Die plattdeutsche Sprache soll nun stärker in den Schulen gefördert werden. Die Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales (BBS) sind deshalb zur Plattdeutschen Projektschule ernannt worden.

Herbert Fuhs vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung besuchte die Schule als Berater für die Region und ihre Sprachen Niederdeutsch und Saterfriesisch im Unterricht an Berufsschulen. Einige Lehrer haben sich bereit erklärt, die plattdeutsche Sprache stärker im Unterricht zu fördern. „Besonders durch die vielen unterschiedlichen Fachbereiche bietet sich die Umsetzung an der BBS besonders an. In der Erzieherausbildung, dem Bereich Pflege oder aber auch der Agrarwirtschaft gibt es unzählige Überschneidungspunkte. Viele Bewohner von Pflegeheimen fühlen sich heimischer und an Altbekanntes erinnert, wenn diese auf Plattdeutsch angesprochen werden. Wird man auf Plattdeutsch angesprochen, so ist es nicht gleich förmlich, sondern man spricht auf einer vertrauten und persönlichen Ebene“, berichtet Herbert Fuhs. Er sprach aber auch problematische Entwicklungen an und sagte: „In Kindergärten nimmt die Anzahl an Erziehungskräften stetig ab, die noch die plattdeutsche Sprache beherrschen. Auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben auch in der Grafschaft gehört plattdeutsch noch zur Alltagssprache, verschwindet aber auch zunehmend. Dieses Stück Geschichte und Grafschafter Kulturgut gilt es zu erhalten und zu fördern.“

Passend dazu gab es den „Schoolmesterdag“ in Emlichheim, der von der „Emsländische Landschaft“ für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim veranstaltet wurde. Hier wurden den Teilnehmern Möglichkeiten gezeigt, wie die plattdeutsche Sprache in den Unterricht integriert werden kann.