03.08.2021, 08:45 Uhr

BBS-Studiendirektorin Katharina Bölle verabschiedet

Schulleiter Heinrich Marheineke mit seiner in den Ruhestand gehenden Stellvertreterin Katharina Bölle. Foto: BBS

Schulleiter Heinrich Marheineke mit seiner in den Ruhestand gehenden Stellvertreterin Katharina Bölle. Foto: BBS

Nordhorn Zum 31. August wurde die Studiendirektorin und stellvertretende Schulleiterin der Berufsbildenden Schulen (BBS) Gesundheit und Soziales Landkreis Grafschaft Bentheim, Katharina Bölle, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Katharina Bölle hatte seit dem Jahr 2018 das Amt der ständigen Vertreterin der Schulleitung inne und seit ihrem Dienstantritt an den damals noch Hauswirtschaftlichen Berufsbildenden Schulen im Jahr 1990 ein umfangreiches und vielfältiges Aufgabengebiet wahrgenommen. Während der feierlichen Verabschiedung und Würdigung ihrer Tätigkeit stellte der Schulleiter Heinrich Marheineke ihren Werdegang dar.

Nach dem Erwerb des Diploms in Pädagogik und dem Zweitfach Psychologie auf Lehramt in Vechta absolvierte Katharina Bölle ihr Referendariat in Weener und war im Studienseminar in Aurich tätig, bevor sie 1990 an die Hauswirtschaftlichen Berufsbildenden Schulen wechselte. „Hier unterrichtete sie mit viel Engagement und Freude die Fächer Sozialpädagogik, Pädagogik, Psychologie und Deutsch in den Fachschulen und Berufsfachschulen im Bereich der Sozialpädagogik, in der Fachoberschule und im Beruflichen Gymnasium“, lobte Marheineke das Wirken Bölles. Katharina Bölles Aufgabenbereich war weit gefächert: Sie war Koordinatorin für den Fachbereich Sozialpädagogik und einen Teilbereich Gesundheit und Pflege sowie stellvertretende Schulleiterin. Sie hat sich für die Europaschule und Umweltschule engagiert, war für die Öffentlichkeitsarbeit und die Entwicklung des Schulprogramms verantwortlich und hat alle bisherigen Ausgaben des schulinternen Newsletters mitgestaltet. „Während ihrer Dienstzeit“, so betonte Marheineke, „hat sie allein zwölf neue Schulformen eingeführt beziehungsweise weiterentwickelt, so dass voll Stolz festgehalten werden könne, dass die Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales ein Leuchtturm in der Grafschaft für ein vielfältiges Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten besonders im Bereich der Sozialpädagogik sind. Ihre Aufgaben hat sie mit viel Einsatz, Schwung und Engagement gemeistert, und bei all den Anforderungen und Terminen war ihr zudem sehr wichtig, dass ihre Bürotür immer für alle geöffnet war. Man konnte immer zu ihr kommen und sie stand mit Rat und Tat zur Seite.“

Diese Eigenschaften - für die Schule und ihre Weiterentwicklung zu brennen und zudem bei all den Anforderungen immer auch die Ruhe zu bewahren und die Belange der Schüler und der Kollegen wahrzunehmen und zu vertreten – spiegelten sich auch in dem Geschenk wider, das Heinrich Marheineke überreichte. Mit einer schön gestalteten Feuerschale auf einer Sandsteinstele wurde zum einen versucht, etwas Bleibendes zu schenken, das in Mußestunden im Garten dazu beitrage, dass Katharina Bölle ihren wohlverdienten Ruhestand genießen könne. Zum anderen sollte auch verdeutlicht werden, „dass sie mit ihrem Wirken in der Schule ein echter „Fels in der Brandung“ war, mit Fähigkeiten wie Beharrlichkeit, Standhaftigkeit, unverrückbar Ziele verfolgend und unbeirrbar ihren Weg gehend. Aber ebenso verdeutlicht wird ihr Brennen für die Schule, ihre Herzlichkeit und ihr Engagement bis zum letzten Schultag“, so Marheineke.

Nachdem er fast rhetorisch fragte: „Liebe Katharina, kommst du wohl nach 34 Dienstjahren ohne uns klar?“, gab es stehende Ovationen für die scheidende stellvertretende Schulleiterin. Und auch in den anschließenden Grußworten und in den mit Liebe und Witz ausgewählten Abschiedsgeschenken der verschiedenen Fachbereiche wurde deutlich, mit welcher Herzlichkeit sie von allen Kollegen in den Ruhestand entlassen wurde.

In ihren Abschiedsworten an ihr Kollegium machte sie deutlich, dass niemand befürchten müsse, dass sie sich im Ruhestand langweilen werde. Neben Reiseplänen, Hausbau und Lesen hat sie sich fest vorgenommen, in Politik und Kirche mitzumischen und sich gesellschaftlich zu engagieren.

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