14.06.2022, 17:15 Uhr

Bau der Nordhorner Betriebskita Gipfelstürmer verzögert sich

Die Arbeiten für den Bau der Kita „GIPfelstürmer“ in Nordhorn sind in vollem Gange. Foto: Henkenborg

© Henkenborg, Julia

Die Arbeiten für den Bau der Kita „GIPfelstürmer“ in Nordhorn sind in vollem Gange. Foto: Henkenborg

Die neue Betriebskindertagesstätte GIPfelstürmer an der Frieslandstraße in Nordhorn wird voraussichtlich Mitte September 2022 ihren Betrieb aufnehmen. Aufgrund von Bauverzögerungen kann das ursprüngliche Ziel, direkt nach den Sommerferien an den Start zu gehen, nicht mehr eingehalten werden. Für die bereits angemeldeten Kinder soll eine Übergangslösung eingerichtet werden.

Neun Unternehmen aus der Grafschaft haben sich zusammengetan, um gemeinsam eine neue Betriebskindertagesstätte in Nordhorn zu errichten und zu betreiben. Die Stadt Nordhorn, der Landkreis Grafschaft Bentheim sowie das Land Niedersachsen bringen ihrerseits erhebliche finanzielle Mittel ein, um insgesamt rund 80 neue Plätze zur Kindertagesbetreuung in der Betriebskita zu schaffen. Mindestens ein Drittel der Betreuungsplätze steht für Kinder zur Verfügung, deren Eltern nicht für die beteiligten Arbeitgeber tätig sind.

„Die gute Botschaft ist: Wir können in Nordhorn in absehbarer Zeit noch zwei weitere neue Krippengruppen für bis zu Dreijährige mit 30 Kindern und zwei neue Regelgruppen für bis zu 50 Kinder ab drei Jahren eröffnen.“ freut sich Birgit Beckermann, Stadträtin für Bildung, Ordnung und Soziales der Stadt Nordhorn. „Das ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur Sicherstellung der frühkindlichen Bildung und Erziehung der Kinder und zugleich zur Unterstützung der Eltern, die Familie und Beruf miteinander vereinbaren wollen und müssen.“ Sven Moggert, Geschäftsführer der Investorengesellschaft, fügt hinzu: „Für die beteiligten Unternehmen ist von besonderer Bedeutung, dass sie mit ihrem ideellen und finanziellen Engagement dazu beitragen, dass die Arbeitsumgebungsbedingungen ihrer Beschäftigten familienfreundlich gestaltet werden können. Mit dem Angebot von Kita-Plätzen tragen wir zur Attraktivität als Arbeitgeber in der Grafschaft bei.“

Die Bauarbeiten auf dem Grundstück in der Frieslandstraße sind inzwischen weit fortgeschritten. Allerdings müssen sich alle Beteiligten den aktuellen Schwierigkeiten im Bausektor stellen. Die hohe Auslastung von Bauunternehmen und die in Teilen schlechte Verfügbarkeit von Baumaterialien lassen die Kosten steigen und verzögern insgesamt die Fertigstellung des Gebäudes und der Außenanlagen. „Allein die Fenster wurden wegen des Materialmangels acht Wochen zu spät geliefert. Das hat bei den folgenden Gewerken zu entsprechenden Verzögerungen geführt“, stellt Sven Moggert zerknirscht fest.

Nachdem die Eröffnung der Betriebskita ursprünglich für den 1. August geplant war, geht das Investorenkonsortium aktuell von einem Start Mitte September aus. Das ist vor allem für die Eltern eine Herausforderung, da sie die Betreuung ihrer Kinder ab August eingeplant hatten und jetzt vorübergehend nach alternativen Betreuungsmöglichkeiten suchen müssen. „Leider stellt diese Situation einige Eltern vor große Herausforderungen, wenngleich die Bauverzögerung niemandem anzulasten ist“, berichtet Thomas Kolde, Geschäftsführer der Lebenshilfe Grafschaft Bentheim. Die Lebenshilfe ist Trägerin und somit Betreiberin der Betriebskita. Sie will zumindest für die Einzelfälle, in denen die Eltern keine alternativen Betreuungsmöglichkeiten bis zur Eröffnung der Kita finden,

übergangsweise Abhilfe schaffen. „Wir werden versuchen, bis zur Eröffnung der Kita Gipfelstürmer eine Notbetreuung in einer Kleingruppe anzubieten“, zeigt sich Thomas Kolde zuversichtlich. „Das Prozedere wurde bereits mit den betroffenen Eltern abgestimmt.“

In einer der beiden Regelgruppen wird zukünftig eine integrative Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf angeboten werden können, freut sich Birgit Beckermann: „Das integrative Angebot in der neuen Betriebskita hilft uns beim Ausbau dieser speziellen Betreuungsplätze in Nordhorn. Damit sind wir gemeinsam auf einem guten Weg.“