26.10.2021, 16:35 Uhr

Bad Bentheimer Kulisse spielt wieder live auf der Bühne

Heiko Arnink und Kollegen freuen sich schon auf die Wiederaufnahme-Premiere nach dem Corona-Lockdown. Foto: Bentheimer Kulisse

Heiko Arnink und Kollegen freuen sich schon auf die Wiederaufnahme-Premiere nach dem Corona-Lockdown. Foto: Bentheimer Kulisse

Bad Bentheim Am kommenden Freitag findet die Wiederaufnahme-Premiere des Komödienklassikers „Wem Gott ein Amt gibt“ der Bad Bentheimer Kulisse im ‚Treff 10‘ in der Kirchstraße 10 in Bad Bentheim statt.

Aufgrund der Niedersächsischen Corona-Verordnung konnten in der letzten Spielzeit nur zwei Vorstellungen der Komödie aufgeführt werden. Mit der Überschrift „Heinz Erhardt hätte seine Freude gehabt“ berichteten die GN im November 2020 über die Premiere.

Darum geht es in der von Heinz Erhardt bearbeiteten Komödie von Wilhelm Lichtenberg: Willi Winzig ist ein kleiner Finanzbeamter mit großem Herz. Das fällt ihm kurz vor der Pensionierung auf die Füße: Winzig hat Mahnungen, Steuerstrafen, Zahlungsbefehle aus Menschlichkeit zwischen alten Akten verschwinden lassen, doch eine Woche vor seiner Pensionierung werden diese entdeckt. Nun drohen Winzig ein Disziplinarverfahren und die rigorose Kürzung seiner Pension. Ministerialsekretär Dr. Senn rät ihm, sich verrückt zu stellen, da Winzig dann nicht für sein Vergehen verantwortlich gemacht werden kann. Winzig beherzigt den Ratschlag. Aber je verrückter er sich stellt, desto höher steigt er im Ansehen, denn in seinem „Wahnsinn“ tut Winzig immer genau das Richtige. So bewahrt er den neuen Finanzminister Kuhländer vor schlechter Presse, vor fragwürdigen Geschäften und vor einer langen Amtszeit, denn Kuhländer will gar nicht Finanzminister sein. Am Ende wird Winzig zum Amtsrat befördert. In dieser verantwortungsvollen Position will er wieder „normal“ sein, und dabei verlässt ihn sein guter Stern. Pflichtbewusstsein, Unbestechlichkeit und Menschlichkeit sind nicht erwünscht; man erklärt Winzig für verrückt...

Zu den Wiederaufnahmeproben ist auch der Regisseur Christoph Gottschalch aus Hamburg angereist. Gottschalch zeigt sich nach den ersten Proben überrascht, wie viel von dem Inszeniertem aus dem Vorjahr bei den Darstellern noch vorhanden ist.

Im Anschluss an die Wiederaufnahme-Premiere folgen weitere 28 Vorstellungen in den Wintermonaten bis zum 6. März 2022. Hierfür gibt es noch Restkarten bei der Touristinformation in Bad Bentheim. Die Vorstellungstermine können auf der Homepage der Bad Bentheimer Kulisse www.badbentheimerkulisse.de eingesehen werden. Wie die Kulisse weiter mitteilt, bleiben die bewährten Sicherheits- und Hygienevorschriften auch in dieser Spielzeit erhalten.

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