01.03.2021, 15:51 Uhr

Bad Bentheimer Grüne für Sanierung des Rathauses

Das Bad Bentheimer Rathaus steht wegen Erweiterungsplänen im Zentrum vieler politischer Diskussionen. Foto: J. Lüken

Das Bad Bentheimer Rathaus steht wegen Erweiterungsplänen im Zentrum vieler politischer Diskussionen. Foto: J. Lüken

Bad Bentheim In der Rathausfrage fordern die Grünen „Augenmaß statt Masse“. Sie plädieren nach eigenen Angaben für eine Lösung, die sowohl den Ankauf von Flächen im Erdgeschoss des Neubaus auf dem Nachbargrundstück wie auch die umfassende Sanierung des jetzigen Rathauses beinhalte.

Im Moment wird diskutiert, in einem Neubau, der neben dem Rathaus entstehen soll, zwei Etagen für ein Bürgerbüro und Teile der Stadtverwaltung zu kaufen. „Wir denken, dass es auch eine Nummer kleiner geht, nämlich nur mit dem Erdgeschoss“, erklärt Magnus Wulf, gemeinsam mit Friedhild Füser Vorsitzender der Grünen. Bereits jetzt sei absehbar, dass in Zukunft weniger Bürofläche pro Mitarbeiter gebraucht werde. Zudem könne man bei der ebenfalls geplanten Sanierung des Rathauses, welche auch aus energetischer Sicht längst überfällig sei, konsequent Raumreserven erschließen.

„Wenn es gelingt, nur mit den Flächen im Erdgeschoss des Neubaus auszukommen, unterstützen wir den Ankauf zu ortsüblichen Preisen für Büroraum. Gerade ein zeitgemäßes Bürgerbüro, in dem alle Dienstleistungen der Stadt gebündelt sind, wäre eine gute Sache“, bemerkt Michael Pruban, Fraktionsmitarbeiter der Grünen im Stadtrat. „Die Zusammenführung der im Stadtgebiet verteilten Verwaltung ist eine sinnvolle Maßnahme, jedoch nicht um jeden Preis. Osnabrück, Gronau und Münster zeigen, dass auch eine räumlich getrennte Stadtverwaltung gute Arbeit leisten kann“, schränkt Dr. Christian Blum, Fraktionsvorsitzender der Grünen, ein.

Die Grünen betonen außerdem, dass bei der Sanierung des Rathauses unbedingt echte Barrierefreiheit herzustellen sei. „Im Moment ist geplant, dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen das Rathausobergeschoss lediglich über Umwege durch das Nebengebäude und eine Brücke erreichen können. Dies halten wir für eine inakzeptable Lösung. Das ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die seit Jahren für gleichberechtigte Teilhabe kämpfen“, ergänzt Friedhild Füser, die sich mit Magnus Wulf den Vorsitz der Grünen teilt.

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