18.08.2022, 16:20 Uhr

Kultur

Ausstellung von Talya Feldman im Kloster Frenswegen

Blick in die Ausstellung „The violence we have witnessed carries a weight on our hearts“, Jüdisches Museum Berlin 2021, Foto: Yves Sucksdorff

© Yves Sucksdorff

Blick in die Ausstellung „The violence we have witnessed carries a weight on our hearts“, Jüdisches Museum Berlin 2021, Foto: Yves Sucksdorff

Vom 23. bis zum 27. August zeigt die amerikanische Künstlerin Talya Feldman im Kloster Frenswegen ihre Installation „The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts“. Das 2021 entstandene Werk beleuchtet den fortgesetzten rechten Terror in Deutschland von 1979 bis heute anhand von Sprachaufnahmen von Überlebenden, Familien der Opfer und Initiativen aus 18 Städten. Die Stimmen in der Ausstellung erschüttern, stellen Zusammenhänge her, klagen an, fordern Gerechtigkeit und Konsequenzen. Zugleich sind sie ermutigende und beeindruckende Zeugnisse für unermüdlichen Widerstand und gelebte Solidarität gegen eine politische Instrumentalisierung von Trauer und Erinnerung. Für das multimediale Projekt wurde die in Denver (USA) geborene und derzeit in Hamburg lebende Medienkünstlerin, selbst Überlebende des rechtsterroristischen Attentats von Halle im Jahr 2019, mit dem 2. DAGESH-Kunstpreis des Jüdischen Museum Berlin ausgezeichnet, wo die Arbeit Anfang August 2021 erstmals zu sehen war. Im Rahmen von „What’s art got to do with it?“, eine Summer School zu Kunst und kollektiver Erinnerung, die vom 22. bis zum 28. August im Kloster Frenswegen stattfindet, wird die Installation im Chorgang des Klosters aufgebaut und innerhalb dieser Zeit täglich zwischen 9 und 18 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich sein.