Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
06.04.2020, 14:05 Uhr

Ausbildertreffen an den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen

2019 begannen Auszubildende mit den neuen Berufsfeldern Technischer Produktdesigner und Technischer Systemplaner. Ende Februar trafen sich Lehrkräfte der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen mit Ausbildern in den oben genannten Berufsfeldern.

Schüler der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen beim Konstruieren am PC. Foto: GBS

Schüler der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen beim Konstruieren am PC. Foto: GBS

Nordhorn Lehrkräfte der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen Landkreis Grafschaft Bentheim trafen sich vor Kurzem mit den Ausbildern der Ausbildungsberufe Technischer Produktdesigner und Technischer Systemplaner, um erste Erfahrungen auszutauschen.

Lange mussten interessierte Schülerinnen und Schüler, Eltern und Ausbildungsbetriebe auf die Möglichkeit warten, innerhalb der Grafschaft Bentheim die Beschulung der genannten Ausbildungsberufe zu gewährleisten. Am 15. August 2019 war es endlich soweit: Für 10 Auszubildende öffnete sich die Klassenzimmertür, um in das erste Ausbildungsjahr zum Technischen Produktdesigner beziehungsweise Systemplaner zu starten. Der hierfür frisch renovierte und neu ausgestattete Computerraum konnte durch finanzielle Unterstützung des Landkreises Grafschaft Bentheim termingerecht umgenutzt werden.

Im Zuge des Ausbildertreffens konnten die Vertreter der Betriebe sich einen ersten Überblick verschaffen, welche umfangreiche Ausstattung angeschafft worden war. So wurden nicht nur ausreichend viele leistungsstarke PC-Arbeitsplätze eingerichtet, sondern auch zusätzliche Peripheriegeräte wie beispielsweise ein Laserdrucker, ein Großformatplotter, mehrere 3D-Drucker und ein Smartboard installiert. Im weiteren Verlauf des Treffens nutzen die unterrichtenden Lehrkräfte die Gelegenheit, nicht nur sich selbst den anwesenden Ausbildern vorzustellen, sondern auch die didaktische Konzeption zur Vermittlung der Lerninhalte des 1. Ausbildungsjahres zum Technischen Produktdesigner beziehungsweise Technischen Systemplaner. So wurde exemplarisch anhand des Lernträgers „Hebelschere“ aufgezeigt, wie die geforderten Inhalte des Rahmenlehrplans handlungsorientiert vermittelt werden können. Die didaktische Konzeption sieht dabei vor, dass die Auszubildenden die Einzelteile dieser Hebelschere zunächst mit unterschiedlichen Messinstrumenten vermessen und als Handskizze zu Papier bringen. In einem weiteren Schritt werden die Skizzen dazu genutzt, unter Verwendung eines 3D-CAD-Programms dreidimensionale Bauteile zu erzeugen, die mittels 3D-Drucker ausgedruckt werden. Parallel dazu werden die so gewonnenen Datensätze in normgerechte Einzelteilzeichnungen überführt.

Neben dem theoretischen Wissen erhalten die Schülerinnen und Schüler im wöchentlich stattfindenden Demonstrationsunterricht zusätzlich praktisches Handlungswissen. Dabei erlernen sie unterschiedliche Fertigungsverfahren wie das Drehen, Bohren und Fräsen, um die Einzelteile anhand ihrer selbst erstellten Zeichnungen an der Dreh-, Bohr- oder Fräsmaschine herzustellen. In einer abschließenden Montage der Einzelteile zeigt sich dann, ob ihre entworfenen Zeichnungen fehlerfrei erstellt wurden und sich die Einzelteile zu der Baugruppe Hebelschere fügen lassen.

Ems-Vechte