03.05.2022, 16:33 Uhr

Archäologische Untersuchungen für A-Nord starten in Nordhorn

Für die archäologischen Voruntersuchungen muss in den vorher festgelegten Bereichen der Oberboden abgetragen werden. Foto: Amprion

Für die archäologischen Voruntersuchungen muss in den vorher festgelegten Bereichen der Oberboden abgetragen werden. Foto: Amprion

Nordhorn Ab 2024 möchte die Firma Amprion eine Stromautobahn, die Erdkabeltrasse A-Nord, bauen. Um bereits vor dem Bau archäologische Fundplätze zu lokalisieren, lässt der Übertragungsnetzbetreiber in ausgewählten Konfliktbereichen sogenannte Prospektionen vornehmen. Diese Bereiche hatten die beiden zuständigen Denkmalschutzbehörden in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Vorfeld festgelegt. Nun gehen die Arbeiten in der Grafschaft Bentheim auf dem Stadtgebiet von Nordhorn weiter.

Im Laufe dieses Jahres sollen die Flächen größtenteils erkundet worden sein. Von Amprion beauftragte Grabungsfirmen nehmen die Erkundungen vor. Dabei sollen sie die aktuell gültigen Bodenschutzbestimmungen berücksichtigen. Zusätzlich begleitet ein Bodenkundler die Arbeiten. Um die Prospektionen vornehmen zu können, müssen die Archäologen die vorher festgelegten Verdachtsflächen betreten. Hierzu sollen möglichst vorhandene Wege genutzt werden, ehe in den Flächen gegraben wird.

Kampfmitteluntersuchung ebenfalls erforderlich

Die archäologischen Erkundungen sind erforderlich, um beispielsweise kulturgeschichtlich bedeutsame Objekte und Strukturen in den Bereichen zu identifizieren, in denen Amprion die Erdkabeltrasse A-Nord realisieren möchte. Um dies tun zu können, müssen die möglichen Fundstellen vorab auch auf Kampfmittel untersucht werden. Sowohl die Kampfmitteluntersuchung, als auch die Prospektionen verursachen einen Eingriff in den Boden. Daher habe Amprion die betroffenen Flurstückeigentümer früh informiert.