02.07.2021, 13:50 Uhr

Arbeitsmedizinisches Zentrum impft über 3100 Beschäftigte

Präsentierten dem Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann die Impfstrecke am AMZ-Standort im NINO-Hochbau in Nordhorn (von links): Marion Matthäus (Administrative Leiterin AMZ), Jutta Lübbert (Geschäftsführerin AMZ), und Gülsen Hellbach (Ärztliche Leiterin AMZ). Foto: Wala

Präsentierten dem Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann die Impfstrecke am AMZ-Standort im NINO-Hochbau in Nordhorn (von links): Marion Matthäus (Administrative Leiterin AMZ), Jutta Lübbert (Geschäftsführerin AMZ), und Gülsen Hellbach (Ärztliche Leiterin AMZ). Foto: Wala

Nordhorn Die Corona-Impfkampagne geht mit großen Schritten voran: Mehr als 55 Prozent der Menschen in Niedersachsen sind bereits einmal geimpft worden, rund 35 Prozent schon zum zweiten Mal. Seit dem 7. Juni dürfen die Vakzine nunmehr ebenfalls durch Betriebsärzte verabreicht werden. Damit die Belegschaften der Firmen in der Grafschaft Bentheim und im Emsland möglichst zügig ihren Impfschutz erhalten, haben auch die Arbeitsmedizinischen Zentren Nordwest (AMZ) mit Sitz in Nordhorn und Lingen ein entsprechendes Angebot geschaffen.

Bis zum 30. Juni konnten bereits gut 3100 Beschäftigte aus 127 Mitgliedsunternehmen ihre Erstdosis des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer erhalten. Keine leichte Aufgabe, wie die Verantwortlichen betonen. Davon hat sich jüngst auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann überzeugt. Albert Stegemann zeigte sich beeindruckt ob des Engagements: „Man hat hier die Verantwortung erkannt und selbstlos gehandelt, ohne finanzielle Interessen in den Fokus zu rücken.“ Mit Blick auf Impfgegner und -skeptiker hofft der Politiker, dass auch weiterhin genügend Menschen das Angebot annehmen: „Eine Impfquote von 80 Prozent muss das Ziel sein, bevor das Wetter im Herbst wieder schlechter wird“, so Stegemann. „Natürlich können nach einer Impfung Nebenwirkungen auftreten, aber das Risiko schlimmer Folgen ist bei einer Corona-Infektion wesentlich höher.“ Er mahnt: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei – und das Impfen ist die einzig nachhaltige Strategie.“

Am Ende des Besuchs formulierte Jutta Lübbert den Wunsch an die Politik, eine intensive Nachbetrachtung des Krisenmanagements auf Bundesebene anzustellen, um auf zukünftige globale Gesundheitsbedrohungen besser vorbereitet zu sein. Sie regte an, Betriebsärzte gleich zu Beginn einer Pandemie strukturell in das Krisenmanagement einzubinden. Da sie häufig dicht an den Hotspots dran seien, könnten sie einen wertvollen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten.

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