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17.10.2019, 17:00 Uhr

Arbeitsagentur vermittelt Ausbildung zum Busfahrer

Durch sie kommen Menschen und Waren jeden Tag von A nach B: Fahrer von Bussen, Lokomotiven und LKW. Aber während das Angebot immer weiter ausgebaut wird, gehen viele der amtierenden Fahrer in den Ruhestand oder stehen kurz davor.

Arbeitsagentur vermittelt Ausbildung zum Busfahrer

Per Bus in eine neue Zukunft: Kazimierz Boguslawski (zweiter von links) mit Geschäftsführer Ingo van der Ahe (links) und Angelika Fondalinski-Lakeberg (INGA-Beraterin) und Ulrich Teipen (Arbeitgeberbetreuer) von der Agentur für Arbeit Nordhorn. Foto: Agentur für Arbeit

Ausreichend Nachrücker gibt es nicht. Eine Situation, die Ingo van der Ahe, Geschäftsführer der Firma van der Ahe Busreisen aus Groß Berßen, nur allzu gut kennt. „In den nächsten fünf Jahren gehen mehrere Fahrer in den Ruhestand. Das müssen wir erstmal auffangen“. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit versucht er aber rechtzeitig zu handeln und sieht dabei auch Potenzial in der eigenen Belegschaft. Zwei neue Fahrer hat er bereits mit Unterstützung der Arbeitsagentur gefunden.

Besonders zufrieden ist er dabei mit Kazimierz Boguslawski. Der gebürtige Pole wohnt erst seit vier Jahren in Deutschland und hat zunächst mit Helferjobs sein Geld verdient. So kam er auch zum Busunternehmen van der Ahe. Erst später erfuhr van der Ahe davon, dass sein neuer Mitarbeiter in Polen bereits einige Jahre als Busfahrer gearbeitet hatte. Nach Rücksprache mit Beraterin Angelika Fondalinski-Lakeberg von der Agentur für Arbeit Sögel wurde zunächst ein Probearbeiten vereinbart. Das klappte so gut, dass Boguslawski ein Arbeitsvertrag angeboten wurde. Da Hemmnisse vorlagen, die über die normale Einarbeitung hinausgehen, bekam das Unternehmen für die erste Zeit der Einarbeitung einen Eingliederungszuschuss seitens der Arbeitsagentur.

Gleichzeitig bekam Boguslawski eine beschleunigte Qualifizierung zum Busfahrer von der Agentur für Arbeit gefördert. „Die Erfahrung war vorhanden, aber lag schon fast 30 Jahr zurück“, sagt Fondalinski-Lakeberg. „Aber er war motiviert und ehrgeizig, so dass wir zuversichtlich waren, dass er die Qualifizierung schafft.“ Im Betrieb bekam der 63-jährige jede Menge Unterstützung. Vier Wochen lang fuhr er mit verschiedenen Kollegen mit und bekam auch vom Chef private Fahrstunden. „Die Busse in Deutschland sind schon moderner als die in Polen“, sagt Boguslawski. „Ich bin sehr zufrieden. Es ist wie ein Sechser im Lotto!“.

Auch ein weiterer neuer Fahrer konnte mit Hilfe der Agentur für Arbeit gefunden und als Busfahrer ausgebildet werden. Der 36-jährige Mitarbeiter ist seit Ende September eingestellt und absolviert nun eine Weiterbildung als Busfahrer. Die Weiterbildung wird im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes von der Agentur für Arbeit gefördert. „Oftmals sind in der eigenen Belegschaft noch Potenziale vorhanden“, sagt Arbeitgeberbetreuer Ulrich Teipen. „Mittels Förderung und Qualifizierung können so neue Fachkräfte ausgebildet werden“.

Ingo van der Ahe ist nicht nur zufrieden mit seinen neuen Fahrern, sondern auch mit der Unterstützung seitens der Arbeitsagentur. „Es besteht ein großer Bedarf an Busfahrern“, sagt van der Ahe. „Es ist gut, dass die Arbeitsagentur den Betrieben hier unter die Arme greift“.