23.04.2021, 14:40 Uhr

Arbeitgeberverband fordert Einbindung der Betriebsärzte

IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf will höheres Tempo bei der Impfung. Foto: Wohlrab

IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf will höheres Tempo bei der Impfung. Foto: Wohlrab

Osnabrück Für die regionale Wirtschaft fordern der Industrielle Arbeitgeberverband (IAV) und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim eine möglichst schnelle Einbindung der Betriebsärzte.

„Wir brauchen weniger Bürokratie und noch mehr Tempo beim Impfen“, betont IAV-Hauptgeschäftsführer Axel Busch. Eine Verbandsumfrage habe schon Ende März gezeigt, dass viele Betriebe in den Startlöchern stünden, um mit betrieblichen Impfkampagnen zu unterstützen. Er sehe eine große Impfbereitschaft der Bevölkerung und der Belegschaften. Vor diesem Hintergrund plädiert er dafür, die Impfung mit Astra-Zeneca auch in Niedersachsen für Impfwillige unter 60-Jährige freizugeben. „Andere Bundesländer machen es vor, warum zieht Niedersachsen nicht schnellstmöglich nach? In Lagerregalen schützt kein Impfstoff vor Ansteckung oder schweren Verläufen“, ärgert sich Busch.

„Die allermeisten Betriebe haben zum Beispiel mit der Grippeimpfung langjährige Erfahrung. Viele sind bereit, jetzt nicht nur die eigenen Belegschaften zu impfen, sondern auch deren Familienangehörige und weitere Bevölkerungsgruppen“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf. Geschwindigkeit zähle, und hier müsse Deutschland im internationalen Vergleich weiter zulegen. „Betriebliches Impfen mit allen verfügbaren Impfstoffen wäre ein echter Schub. Es wäre ein Fehler, diese Chance zu vertun“, so Graf weiter.

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