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11.03.2020, 16:06 Uhr

Albert Stegemann: IC-Bahnverbindung attraktiver machen

Der Grafschafter CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann fordert mehr Attraktivität für die IC-Bahnverbindung der Deutschen Bahn über Bad Bentheim und Rheine. Hohe Zugfahrgastzahlen in Rheine seien nur bei kurzer Umsteigezeit möglich, meint Stegemann.

Ein Modellzug des „ECx“ des spanischen Herstellers Talgo bei der Präsentation der ersten virtuellen Ansichten des neuen DB-Fernverkehrszugs, der die aktuellen Intercity 1-Züge ab Ende 2023 ersetzen soll. Foto: dpa

Ein Modellzug des „ECx“ des spanischen Herstellers Talgo bei der Präsentation der ersten virtuellen Ansichten des neuen DB-Fernverkehrszugs, der die aktuellen Intercity 1-Züge ab Ende 2023 ersetzen soll. Foto: dpa

Berlin Zuletzt seien Gerüchte aufgekommen, dass die bestehende Ost-West-Bahnverbindung von Amsterdam über Bad Bentheim und Rheine nach Berlin durch eine südliche Verbindung über Emmerich ins Hintertreffen geraten könne. Hiermit räumt der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann nun auf: „Die Deutsche Bahn hat mir versichert, dass es keine Überlegungen gibt, kurzfristig Züge über Emmerich zu führen. Gleichwohl müssen wir alles unternehmen, um die Attraktivität der Bahnverbindung über Bad Bentheim und Rheine zu stärken“, formuliert Stegemann in einer Presseerklärung.

Hierzu brauche es laut Stegemann auch über 2023 hinaus kurze Umsteigezeit zwischen Regionalexpress und Intercity am Umsteigepunkt Rheine. Aktuell drohen den Reisenden auf der „Emslandlinie“ mit dem Fahrplan 2024 noch längere Umsteigezeiten als bisher. Dies wäre ein Rückschlag für die Region, die Bahnfahrer und für das Verkehrsmittel Bahn insgesamt, meint Stegemann.

Trotz dieser Schwierigkeiten lobt Stegemann die geplante enge Verzahnung der beiden IC-Verbindungen in Rheine ab dem Fahrplan 2024 ausdrücklich. „Hier zeichnet sich eine gute Synchronisation der Fahrzeiten ab. Allerdings sind die Bahnhöfe Geeste, Leschede und Salzbergen nicht an den Fernverkehr angebunden und können damit nicht profitieren. Wenn die neuen Züge Ende 2023 aufs Gleis gesetzt werden, muss alles unternommen worden sein, um Nah- und Fernverkehr am Knotenpunkt Rheine zu optimieren“, unterstreicht der regelmäßige Bahnfahrer. Sein Kollege im Niedersächsischen Landtag Christian Fühner ergänzt: „Mir ist eine Attraktivität des Nah- und Fernverkehrs gerade für den ländlichen Raum vor dem Hintergrund der Stärkung des ÖPNVs besonders wichtig. Hier müssen noch Gespräche geführt werden, damit dieses Ziel erreicht wird.“ Die CDU-Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Region stehen daher seit längerer Zeit mit den zuständigen Verkehrsministerien und den Verkehrsgesellschaften im Austausch.

Laut Bahn sollen die aktuellen Intercity 1-Züge auf der zweistündlichen IC-Linie Amsterdam und Berlin Ende 2023 durch moderne ECx-Züge mit ICE-Komfort ersetzt werden. Aufgrund der Mehrsystemfähigkeit der ECx-Züge, einer veränderten Fahrplanstruktur und der gesteigerten Höchstgeschwindigkeit verringert sich die Reisezeit zwischen Amsterdam und Berlin dann voraussichtlich um rund 30 Minuten. Um diese Verbesserung zu erreichen, investiere man einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.

Gleichwohl könnte die Direktverbindung Amsterdam Berlin über Emmerich eines Tages Realität werden. Bevor diese jedoch ernsthaft geprüft wird, muss es vorher zu einem Ausbau der Strecke Hamm-Bielefeld-Hannover kommen, so die Deutsche Bahn. Vorher gebe es keine Fahrzeitvorteile gegenüber dem heutigen Laufweg über Bad Bentheim. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Fernverkehrslinie Amsterdam - Berlin über Bad Bentheim jedoch auch in diesem Falle fortgeführt werden. Mögliche Züge über Emmerich würden zusätzlich verkehren.

Ems-Vechte