26.03.2021, 09:55 Uhr

Aktionskreis Pater Beda bittet um Spenden für Lebensmittel

Die Kleinbauern sind froh, dass ihre Ernte vom Aktionskreis Pater Beda aufgekauft wird. Foto: Aktionskreis Pater Beda

Die Kleinbauern sind froh, dass ihre Ernte vom Aktionskreis Pater Beda aufgekauft wird. Foto: Aktionskreis Pater Beda

Bardel/João Pessoa Dank der großen Spendenbereitschaft aus dem Vorjahr konnte der Aktionskreis Pater Beda an vielen Stellen den betreuten Menschen in den Partnerprojekten in Nordost-Brasilien dabei helfen, Hunger und schlimmste Not zu lindern.

Jedoch reißen die Sorgen und Nöte der Partner vor Ort nicht ab. Zunächst dachte man, zu Beginn dieses Monats die Häuser des Aktionskreises wieder öffnen zu können, aber die Inzidenzwerte steigen und steigen. Trotzdem wird ein Lockdown von der brasilianischen Regierung abgelehnt. Schlimmer noch: Die Menschen in den Armenvierteln können nicht mehr auf die finanzielle Unterstützung durch den Staat hoffen. Seit Jahresbeginn sind die Zahlungen der Corona-Nothilfen für Arme in Brasilien eingestellt worden.

Nunmehr sind 300.000 Menschen seit dem Ausbruch von COVID19 in Brasilien am Virus verstorben und schon über 12 Millionen Menschen infiziert. „Wie können wir helfen, dort wo es am dringendsten nötig ist?“, fragt sich Udo Lohoff, Geschäftsführer des Aktionskreises Pater Beda. „Dank der gut organisierten Partnerorganisationen des Aktionskreises Pater Beda in dem Netzwerk SoliVida ist es möglich, mit einer Spende gleich doppelt zu helfen. Zum Teil sind die Volksmärkte wegen der Corona-Einschränkungen geschlossen. Wir können den von uns geförderten Kleinbauern ihre Bio-Ernte abkaufen, die zum Beispiel aus Salaten, Möhren, Paprika, Mais, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Bohnen, Zwiebeln und vielerlei Obst besteht. Danach können diese wertvollen Lebensmittel über die bestehenden Sozialprojekte der Umgebung wiederum an die Bevölkerung verteilt werden, die aufgrund fehlender Kaufkraft und des Nahrungsmittelmangels Hunger leiden“, berichtet Lohoff stolz über diese doppelte Unterstützung mit einer einzigen Spende.

Zurzeit sind Reisen nach Brasilien zu den Partnern undenkbar, jedoch besteht ein sehr intensiver Austausch über verschiedene Online- und WhatsApp-Verbindungen. Gerade schrieb Dona Francisca aus João Pessoa vom Kleinkinderförderprojekt >Escola São Tiago< über die ernste Lage vor Ort: „Im Moment ist die Situation sehr kompliziert, es gibt viele Tote und viele Familien müssen hungern, auch hier bei uns. Der Hunger und das Elend treffen die Familien. Wir sind sehr besorgt und haben keine Möglichkeit zu helfen. Die Angst ist groß, diese Pandemie irgendwie zu überstehen und die Regierung demütigt das Volk – Gott möge uns alle segnen.“

Der Aktionskreis Pater Beda bittet deshalb weiterhin um Spenden für diese Lebensmittelpakete und damit gleichzeitig zur Unterstützung der familiären Landwirtschaft. Jedes dieser Pakete kostet umgerechnet rund 30 Euro.

Spendenkonto: DKM - Darlehenskasse Münster, IBAN: DE51400602650022444200, BIC: GENODEM1DKM, Stichwort: doppelt helfen.

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