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21.09.2020, 15:07 Uhr

Afrikanische Schweinepest: Landkreis warnt vor Jagdtourismus

Zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest mahnt Landrat Uwe Fietzek, den Jagdtourismus nach Brandenburg einzustellen. Foto: dpa

Zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest mahnt Landrat Uwe Fietzek, den Jagdtourismus nach Brandenburg einzustellen. Foto: dpa

Grafschaft Um über die aktuelle Entwicklung in Sachen Afrikanische Schweinepest (ASP) zu informieren, hatte Landrat Uwe Fietzek am Freitagnachmittag ins Nordhorner Kreishaus geladen. Der Kreisjägermeister, Vertreter der Jägerschaft, des Landvolkes, des Fürstlichen Hauses und der Gesellschaft für Seuchenvorsorge wurden von Dr. Hermann Kramer, Leiter der Veterinärabteilung des Landkreises, über die Lage in Brandenburg mit bisher 13 Fällen und den schon eingetretenen Auswirkungen auf den Markt und die Vorbereitungen des Landkreises in Kenntnis gesetzt.

Kramer zeigte in diesem Zusammenhang die Rolle der Veterinärabteilung und des Tierseuchenkrisen- und Logistikzentrums in Klausheide auf. „Bereits seit einigen Tagen stehen wir im engen Austausch mit dem Landwirtschaftsministerium, der Tierseuchenkasse und anderen Behörden und Einrichtungen, um gut gerüstet zu sein“, so Kramer. Der beim Landkreis angesiedelte Tierseuchenkrisenstab werde hochgefahren, sobald anliegende Bereiche in Niedersachsen betroffen seien.

„Die ernste Lage ist Anlass, noch einmal auf die unbedingte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen durch die Landwirte hinzuweisen. Wir werden das in den Fokus nehmen“, erklärt Kramer und Landrat Uwe Fietzek ergänzt: „Wir bitten die Grafschafter Jägerinnen und Jäger darum, den Jagdtourismus nach Brandenburg und in andere an Polen angrenzende Gebiete möglichst einzustellen und auf keinen Fall erlegtes Schwarzwild mit in die Grafschaft zu bringen. Wir wollen hier das Risiko der ASP so gering wie möglich halten.“

Weitere Besprechungen mit weiteren Beteiligten der Tierseuchenbekämpfung, darunter die Hoftierärzte, Vertreter von Kommunen, Blaulichtkräften und Polizei, sind nach Landkreisangaben in nächster Zeit vorgesehen. „Ein Seuchengeschehen in der Region können wir nur gemeinsam erfolgreich bewältigen“, sind sich Landrat Fietzek und Kreisveterinär Kramer sicher.

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