20.02.2020, 12:05 Uhr

ADAC warnt vor Datenschutz-Problemen in modernen Autos

Mit der Digitalisierung von Fahrzeugen schreitet auch die Nutzung gesammelter Fahrerdaten voran. Der ADAC verlangt dafür nun einen gesetzlichen Rahmen.

Bisher haben Autohersteller die Hoheit über die gesammelten Fahrerdaten. Der ADAC fordert aber ein Mitspracherecht für die Autobesitzer. Foto: picture alliance / dpa

Bisher haben Autohersteller die Hoheit über die gesammelten Fahrerdaten. Der ADAC fordert aber ein Mitspracherecht für die Autobesitzer. Foto: picture alliance / dpa

dpa Berlin Der ADAC fordert für Autofahrer ein Mitspracherecht bei der Verwendung der Daten aus ihren Autos und klare gesetzliche Regelungen. Es gehe um die grundsätzliche Datenhoheit der Bürger und um Wettbewerbsgerechtigkeit, sagte ADAC-Vorstand Dieter Nirschl.

Derzeit verfügen dem Automobilclub zufolge nur die Fahrzeughersteller über in einem Fahrzeug gesammelte Daten, die Rückschlüsse auf das Fahrverhalten zulassen und an Dritte weitergegeben können. „Das widerspricht unseren Vorstellungen von Transparenz und Datensicherheit“, kritisierte Nirschl. Es gehe um Geld, dabei brauche es erfahrungsgemäß „klare gesetzliche Vorgaben“.

Der ADAC fordert das Recht für Fahrer oder Autobesitzer, alle Daten, die Hersteller aus der Ferne nutzen können, auch an unabhängige Dienstleister weiterzugeben. Davon ausgenommen sollen demnach nur bestimmte Datensätze sein, wie etwa das automatische Notrufsystem eCall oder Softwareupdates für die IT-Sicherheit des Autos.

Jüngst hatte die EU-Kommission ihre Pläne für umfassende Digitalreformen vorgestellt. Daten sollen innerhalb der EU einfacher ausgetauscht werden können.

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Erstellt:
20. Februar 2020, 12:06 Uhr
Aktualisiert:
20. Februar 2020, 12:05 Uhr
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