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16.05.2019, 10:13 Uhr

Ab 7. Juli fährt wieder ein Personenzug durch die Grafschaft

28 Kilometer lang ist die Strecke der Regiopa zwischen Bad Bentheim und Neuenhaus. Im Stundentakt verkehren die Züge. Moderne Signal- und Schrankentechnik sichert die Bahnübergänge.

Ab 7. Juli fährt wieder ein Personenzug durch die Grafschaft

Der Zug fährt ein: Ab 7. Juli gehören die Züge der Bentheimer Eisenbahn wieder zum täglichen Erscheinungsbild in der Grafschaft. Foto: J. Lüken

„Was lange währt, fährt endlich gut.“ Mit diesem leicht abgewandelten Sprichwort kann man die Geschichte der Rückkehr des Schienenpersonennahverkehrs auf die Strecke zwischen Bad Bentheim und Neuenhaus beschreiben. Am Sonntag, 7. Juli, wird dieses Vorhaben endlich Wirklichkeit. Dann fahren die blau-weißen Züge der Bentheimer Eisenbahn zwischen Bad Bentheim und Neuenhaus. Neben den Bahnhöfen an den beiden Endpunkten und in Nordhorn gibt es noch zusätzliche Haltepunkte in Quendorf, an der Blanke und in Thesinghaus.

Im Stundentakt fahren die Züge wochentags ab 5.30 Uhr, an Samstagen ab 6.30 Uhr und Sonn- und Feiertagen von 7.30 bis jeweils 22.30 Uhr. Die Fahrtzeit beträgt rund 30 Minuten und bedeutet damit für die Nutzer eine Zeitersparnis gegenüber der Fahrt mit dem Pkw.

Die modernen Züge verfügen über 118 Sitzplätze, davon befinden sich acht in der 1. Klasse. Zusätzlich ist der Zug mit 24 Klappsitzen und 130 Stehplätzen sowie Vis a Vis Tischen, 220 V Steckdosen, WLAN und Toiletten ausgestattet.

Insgesamt entstehen mehr als 300 Parkplätze für Pendler und Reisende zur Verfügung. Sie unterteilen sich in Kurzzeit- und Behindertenparkplätze sowie in reguläre Parkplätze. Außer am Bahnhof Bad Bentheim wird das Parkplatzangebot kostenlos sein. An allen Bahnhöfen sind zusätzlich Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes aufgebaut.

Barrierefreiheit bedeutet, dass Radfahrer ihre Fietse in den Zug hinein- und wieder hinausschieben können. Das gilt natürlich auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen. Jeder Zug bietet Platz für zwölf Fahrräder. Die Umbaumaßnahmen am Bahnhof Nordhorn dauern noch bis ins nächste Jahr hinein. Zum Starttermin ist aber ein 120 Meter langer Mittelbahnsteig fertiggestellt.

Die Bahnübergänge an den viel befahrenen Straßen sind mit einer modernen Lichtsignal- und Schrankentechnik ausgestattet und schließen künftig zweimal pro Sunde für wenige Minuten. Nach einer im Vorfeld angestellten Prognose rechnet die Bentheimer Eisenbahn mit 1700 Fahrgästen pro Tag, wovon der Großteil auf die Schüler entfällt.

Schon jetzt sind in Bad Bentheim die Anschlüsse an das Bahnnetz der Bundesbahn und damit an den internationalen Bahnverkehr gegeben. Die Pläne gehen aber noch weiter. So soll der Streckenausbau Richtung Emlichheim und weiter in die Niederlande nach Coevorden und Emmen erfolgen. Für das Projekt wurden insgesamt 21 Millionen Euro aufgebracht, wovon das Land 16 Millionen trägt. Den Rest von rund fünf Millionen finanzieren die Bentheimer Eisenbahn und die drei Kommunen. Regiopa