02.11.2021, 10:40 Uhr

320 Seiten Grafschafter Geschichte im Bentheimer Jahrbuch 2022

Das neue Bentheimer Jahrbuch liegt vor. Die ersten Exemplare präsentierte Hubert Winter von der Sparkassenstiftung gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Uwe Fietzek, und dem ehrenamtlichen Redaktionsleiter Steffen Burkert (von rechts). Foto: Klukkert

Das neue Bentheimer Jahrbuch liegt vor. Die ersten Exemplare präsentierte Hubert Winter von der Sparkassenstiftung gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Uwe Fietzek, und dem ehrenamtlichen Redaktionsleiter Steffen Burkert (von rechts). Foto: Klukkert

Grafschaft Es ist gute und insbesondere gelebte Tradition, dass der Heimatverein Grafschaft Bentheim Jahr für Jahr ein Buch über interessante Themen zur Geschichte, aber durchaus auch zur Gegenwart der Grafschaft Bentheim herausgibt. Das seit 1946 als „Bentheimer Jahrbuch“ betitelte Heimatjahrbuch findet auch 2022 bei vielen geschichtlich interessierten Bürgern einen Platz im Bücherschrank. Maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung hat die Grafschafter Sparkassenstiftung, die für das Buchprojekt auch dieses Mal 8000 Euro zur Verfügung stellt.

„Die Grafschafter Sparkassenstiftung ist seit ihrer Gründung eine engagierte Förderin der heimischen Kultur. Das Bestreben des Heimatvereins, eine der Zeit angemessene und dazu noch lesefreundliche Publikation zu schaffen, ist für die Stiftung ein wichtiges Förderkriterium zur Heimatpflege“, betont Hubert Winter, Stiftungsratsvorsitzender der Grafschafter Sparkassenstiftung, bei der Spendenübergabe an Uwe Fietzek, Vorsitzender des Heimatvereins Grafschaft Bentheim. Auch dieses Mal habe es der ehrenamtlich tätige Redaktionsleiter Steffen Burkert geschafft, ein breites Spektrum der Grafschaft zu behandeln. Fast 40 Beiträge von nahezu ebenso vielen Autoren haben die Ehrenamtlichen des Heimatvereins unter der Leitung Burkerts zusammengestellt.

40 Beiträge zu Geschichte und Gegenwart

Die Stiegen in der Bentheimer Altstadt, ihre Lage und ihre Geschichte bilden einen Themenschwerpunkt des „Bentheimer Jahrbuchs 2022“. Ein weiterer ausführlicher Beitrag befasst sich mit dem einst diskutierten, aber nie gebauten Rhein-See-Kanal, der durch die Grafschaft Bentheim führen sollte. Um Verkehrsgeschichte geht es auch in drei Artikeln zur Bentheimer Eisenbahn mit Blick auf das Direktionsgebäude, auf die Bedeutung der Bahn für den Kurbetrieb und den Abschied von der Verbindung nach Gronau. Eine wirtschaftshistorische Abhandlung befasst sich mit der Geschichte der Ziegelei Deppe in Uelsen, eine prämierte Schülerarbeit zeichnet den Strukturwandel infolge des Niedergangs der Textilindustrie in Schüttorf nach.

Auch Natur und Umwelt stehen in der 320 Seiten starken Publikation des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim erneut im Fokus. Dabei geht es um so unterschiedliche Themen wie die Bekassine, Birkenpilze und Rotkappen, um alte Eichen im Hutewald und die Pflanzendecke des Spöllbergs. Eindrucksvoll sind zudem die Fotografien von Libellen in der Grafschaft.

Heimatdichtung und plattdeutsche Sprache finden ebenfalls erneut ihren Platz. Zudem enthält das Buch wieder einige biografische Beiträge, so beispielsweise zum 200. Todestag der „Heiligen“ Geesjen Pamans aus Neuenhaus, aber auch in Erinnerung an so unterschiedliche Persönlichkeiten wie den ehemaligen Bundesminister Hans Leussink, die Nazi-Gegnerin Klara Hartgering und die jüdische Familie Kleinhaus.

Ab November erhältlich

Ab Mitte November ist das von den Grafschafter Nachrichten (PXLWerk) gestaltete und produzierte, durchgehend farbige Buch zum Preis von 24 Euro im Buchhandel (ISBN 978-3-948761-01-1) erhältlich. Mitglieder des Heimatvereins können sich ihr Exemplar wie üblich in der Geschäftsstelle abholen, ansonsten wird es ihnen mit der Post übersandt. Die genauen Termine gibt der Verein noch bekannt.