23.07.2021, 09:45 Uhr

22 staatlich geprüfte Wirtschafter erhalten ihre Zeugnisse

Staatlich geprüfte Wirtschafter wurden (Von oben, links): Adrian Veldhuis, Robin Nyboer, Lennart Wagner, Henrik Brameier und Bastian Timmerhuis, zweite Reihe: Nico Otten, Arno Klokkers, Hendrik Kamerhuis, Marek Schütte, Steffen Kleine Vennekate und Daniel Lichtenberg, dritte Reihe: Michael Niemöller, Fabian Aalderink, Janek Wigger, Simon Hütten und Simon Müßing, vorne: Marina Jüngerink, Anna-Lena Grommel, Lea Schulte, Kiki Huisken und Klassenlehrerin Claudia Verhülsdonk. Foto: A. Brink

Staatlich geprüfte Wirtschafter wurden (Von oben, links): Adrian Veldhuis, Robin Nyboer, Lennart Wagner, Henrik Brameier und Bastian Timmerhuis, zweite Reihe: Nico Otten, Arno Klokkers, Hendrik Kamerhuis, Marek Schütte, Steffen Kleine Vennekate und Daniel Lichtenberg, dritte Reihe: Michael Niemöller, Fabian Aalderink, Janek Wigger, Simon Hütten und Simon Müßing, vorne: Marina Jüngerink, Anna-Lena Grommel, Lea Schulte, Kiki Huisken und Klassenlehrerin Claudia Verhülsdonk. Foto: A. Brink

Nordhorn Im Namen des Leiters der Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales,Heinrich Marheineke, begrüßte Dr. Michael Griesen, Koordinator des Fachbereiches Agrarwirtschaft, 22 staatlich geprüfte Wirtschafter sowie deren Eltern zur offiziellen Zeugnisübergabe.

In seiner Ansprache verdeutlichte er durch Fotoaufnahmen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, welch positiver Einfluss der technische Fortschritt auf die Entwicklung der Region gehabt habe und auch zukünftig haben werde. „In den kommenden Jahren wird ein noch größerer Wandel auf die Landwirtschaft zukommen“, ist er überzeugt. Als Beispiel führte er eine ressourcenschonende Landbewirtschaftung durch Sensortechnologie und Robotik an. „Daher werden sich auch die Anforderungen an die künftigen Betriebsleiter weiter verändern: Analytische Fähigkeiten, Management, technisches know how sowie unternehmerisches Denken werden immer relevanter für eine erfolgreiche Betriebsführung. Gerade deshalb freue ich mich, dass die meisten Absolventen im kommenden Schuljahr nochmals die Schulbank drücken werden, um in der zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft diese und weitere Kompetenzen auszubauen“, berichtete Griesen.

Der neue Kreislandwirt Rudolf Aalderink gratulierte den Absolventen zur bestandenen Prüfung. „Dieses Jahr war etwas ganz Besonderes, nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in der Schule. Ein besonderer Dank gilt den Lehrkräften, die den Schülern durch Improvisation und Engagement durch das schwierige Jahr verholfen haben“, betonte er.

Auch die Schüler schlossen sich dem an und bedanken sich bei ihren Lehrern für den tollen Einsatz in diesem speziellen Schuljahr. Alles war anders: „Zeitweise lief der Unterricht als Videokonferenz, dann wurde die Klasse in zwei Gruppen geteilt und parallel in Präsenz beziehungsweise per Videozuschaltung unterrichtet und die Hof- und Projektvorstellungen wurden ab Januar 2021 digital mit selbst gedrehten Videos in die Schule verlagert“, zählte einer von ihnen auf. Die Schüler blicken zurück auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen: „Homeschooling ist einfach nicht dasselbe wie mit der ganzen Klasse in der Schule zu sitzen. Wir haben es trotzdem geschafft und hatten rückblickend eine tolle Zeit zusammen“, betonte ein anderer. Besonders die spontane, dreitägige Klassenfahrt nach den Prüfungen ins Emsland und nach Ostfriesland wird den Schülern in lebhafter und guter Erinnerung bleiben.

Wie Klassenlehrerin Claudia Verhülsdonk berichtete, war es „ein herausforderndes Jahr für uns alle, aber dennoch ein Schönes“. Sie wies auf die umfassende Förderung dieser Schulform durch das seit August 2020 neugestaltete Aufstiegs-BaföG hin und fasste ihr Resümee wie folgt zusammen: „Wir können alles: egal ob ganz normaler Präsenzunterricht oder der Umstieg zum digitalen Klassenzimmer. Das haben wir alle gut gemeistert und haben sicherlich beiderseits an Kompetenzen gewonnen.“ Sie bedankte sich bei den Schülern für das tolle Jahr und ihr durchgängiges Engagement und gratuliert allen zum verdienten Abschluss.

Was noch zu berichten ist:

Die Leistungen von Marina Jüngerink und Steffen Kleine Vennekate, die beide mit einem Notendurchschnitt von 1,7 abgeschlossen haben, wurden mit einem Büchergutschein besonders gewürdigt.

Seit diesem Jahr dürfen die Absolventen sich zusätzlich „Bachelor Professionell in Agrarwirtschaft“ betiteln, was die Einordnung dieses Schulabschlusses im europäischen und internationalen Austausch verbessert.

Zwei Schüler konnten aus gutem Grund nicht persönlich an der Zeugnisübergabe teilnehmen: Arne Reinink und Lars Stroeve blicken über den Tellerrand und absolvieren gerade ein landwirtschaftliches Praktikum in Island. Sie grüßten ihre Mitschüler als Überraschung per Video-Botschaft.

Ems-Vechte