01.08.2022, 12:00 Uhr

22 „Bachelor Professional Agrarwirtschaft“ für den Landkreis

Die Absolventen mit Klassenlehrerin Claudia Verhülsdonk (links) und Schulleiter Heinrich Marheineke (rechts). Foto: Anna Brink

Die Absolventen mit Klassenlehrerin Claudia Verhülsdonk (links) und Schulleiter Heinrich Marheineke (rechts). Foto: Anna Brink

Als „ein fast normales Schuljahr“ beschreibt Klassenlehrerin Claudia Verhülsdonk das vergangene Jahr mit den Schülern der einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft an den Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales in Nordhorn. „Es hat richtig Spaß gemacht, wieder so viel Unterricht gemeinsam und in Präsenz machen zu können“, so Verhülsdonk. Für die meisten von ihnen wird es nur ein Abschied auf Zeit, da fast alle ihre Weiterbildung nach den Sommerferien in der zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft fortsetzen.

Die diesjährige Abschlussklasse würde den Trend bestätigen, dass nicht mehr alle Absolventen nach der Schule einen Hof übernehmen, sondern viele ihre Berufsperspektiven im vor- oder nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft sehen. So seien es in diesem Fall nur 60 Prozent der Schüler, die Aussicht auf eine Hofnachfolge haben. Schulleiter Heinrich Marheineke gratulierte den Absolventen, die sich jetzt offiziell „Bachelor professional Agrarwirtschaft“ nennen dürfen. „In den aktuellen Krisenzeiten, in denen uns Corona, der Krieg in der Ukraine, die Inflation und nun auch noch die Afrikanische Schweinepest (ASP) in unmittelbarer Nähe beschäftigen, kann ich nur dazu aufrufen optimistisch zu bleiben. Denn Krisen sorgen dafür, neue Einsichten zu gewinnen“, sagte er.

Kreislandwirt Rudolf Aalderink bestätigte den Schulleiter: „Es sind in der Tat herausfordernde Zeiten, nicht nur in der Landwirtschaft. Der globale Handel zeigt uns im Moment seine Grenzen. Viele Produktionsketten, die vernetzt über die ganze Welt zusammenlaufen, sind gestört. Zudem kommt jetzt noch der Krieg in der Ukraine mit der Folge, dass Getreide und Energie knapp werden. Das alles trifft uns in der Landwirtschaft besonders hart.“ Trotz der angespannten Lage in der Landwirtschaft sprach er den Absolventen Mut zu, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und neue Wege zu gehen.

Auch die Absolventen bedankten sich bei ihren Lehrern für das „erfolgreiche und schöne Schuljahr“. Sie hatten für die Verabschiedung einen Jahresrückblick vorbereitet, der Einblicke in den Schulalltag, in mehrere Exkursionen und Projekte gab. Besonders die Abschlussfahrt nach Barcelona wird ihnen noch lange in Erinnerung bleiben, heißt es in der Schülerrede.

Die Absolventen der einjährigen Fachschule: Jonas Ekkel, Lukas Roolfs, Ole Schevel, Jonas Segger, Thomas Kleve , Andreas Stroot, Mathis Uch, Jennifer Borgman, Alexander Berends, Julia Plokkaar, Henrik Weverschen , Mareike Freitag, Lukas Vette, Annika Holboer, Maik Cirksena, Mathis Scholte-Meyerink, Marcel Robbert, Henning Stroot, Julian Helper, Bernd Holthenrich , Lennart van Wieren, Jörg-Rainer Schoemaker.