09.10.2020, 10:14 Uhr

16.000 Euro für Neuenhauser Jugendzentrum „Gleis1“

Die Fördermittel sollen in den gerade entstehenden Neubau an der Prinzenstraße fließen. Archivfoto: Münchow

© Münchow, Manfred

Die Fördermittel sollen in den gerade entstehenden Neubau an der Prinzenstraße fließen. Archivfoto: Münchow

Berlin/Neuenhaus Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann mitteilt, kann sich das Jugend- und Kulturzentrum „Gleis1“ in Neuenhaus über eine Förderung des Bundes in Höhe von 16.012,50 Euro freuen. „Das Gleis 1 ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass offene Jugendarbeit und kulturelles Leben in der Region großgeschrieben werden. Ich bin sehr froh, dass wir eine Würdigung dieses unschätzbar wertvollen Engagements in Berlin erreichen konnten“, so Stegemann.

Das „Gleis1“ fördert seit 1982 Chancengleichheit, Integration und interkulturelles Zusammenleben junger Menschen durch Jugendsozialarbeit, vielfältige Beratungs- und Bildungsangebote sowie offene Freizeitaktivitäten. Neben dem Jugendcafé mit angeschlossenem Internetcafé werden unter anderem Selbstbehauptungskurse, Workshops, Band- und Filmprojekte, Poetry Slam, Theater, Ausflüge und Spielenachmittage angeboten, und zwar stets unter Berücksichtigung der Wünsche der jungen Besucher. „Die Kultur- und Bildungsarbeit für und mit jungen Menschen trägt maßgeblich zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, der Befähigung der Selbstbestimmung und der Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung bei“, betont Stegemann. Zudem würden die Angebote der offenen Jugendarbeit in nicht unerheblichem Maße zur Attraktivität einer Kommune beitragen. Stegemann kommt daher zu dem Schluss, dass er sich „keine bessere Investition in die Zukunft unserer Region vorstellen kann, als das großartige Engagement der vielen haupt- und ehrenamtlich Beschäftigten in der offenen Jugendarbeit zu unterstützen.“

Die bewilligten Fördermittel sollen in einen Neubau fließen, der notwendig geworden war, nachdem das „Gleis1“ im Mai 2017 seinen ursprünglichen Standort, den Bahnhof Neuenhaus, aufgrund von Umbauarbeiten verlassen musste. Voraussichtlich im nächsten Jahr soll der Umzug vom derzeitigen Provisorium in ein neues soziokulturelles Zentrum mit Schwerpunkt für die Kinder- und Jugendarbeit mitten im Stadt- und Schulzentrum erfolgen.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des Projekts „Land intakt – Soforthilfeprogramm Kulturzentren“ der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren. Die Maßnahme wurde vom Deutschen Bundestag beschlossen und richtet sich an Soziokulturelle Zentren, Kulturhäuser sowie Kultur- und Bürgerzentren in ländlichen Räumen mit bis zu 20.000 Einwohnern. „Das Projekt soll den Erhalt eines lebendigen kulturellen und sozialen Umfeldes in ländlichen Räumen unterstützen und damit zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse beitragen. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm ,Ländliche Entwicklung‘ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Damit unterstützt der Bund die ländlichen Räume in diesem und im kommenden Jahr mit voraussichtlich rund 135 Millionen Euro“, erklärt Stegemann.