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13.11.2019, 09:30 Uhr

140 freiwillige Helfer beim Wacholderpflegetag in Bardel

Bereits zum sechsten Mal fand im Rahmen der Naturschutzwoche für Kinder des Natur-Netzes Niedersachsen der Bardeler Wacholderpflegetag im angrenzenden Landschaftsschutzgebiet des Missionsgymnasiums St. Antonius statt.

Hartmut Schrap, Anne Middelberg, Dr. Christof Lünterbusch (von links) eröffneten den Wacholderpflegetag in Bardel. Foto: Naturschutzstiftung

Hartmut Schrap, Anne Middelberg, Dr. Christof Lünterbusch (von links) eröffneten den Wacholderpflegetag in Bardel. Foto: Naturschutzstiftung

Rund 140 Schüler, Eltern und Lehrer waren mit Spaten, Astscheren sowie Äxten ausgerüstet erschienen, um die Nordamerikanische Traubenkirsche aus dem Wacholderhain zu verdrängen. Ohne diesen regelmäßigen Einsatz würde die Traubenkirsche den Wacholderhain überwuchern und letztlich dazu beitragen, dass all die typischen Pflanzen der Grafschafter Sandheide verdrängt werden.

Die stellvertretende Schulleiterin Anne Middelberg eröffnete die Aktion und bedankte sich bei den Erschienen für die Unterstützung. Biologielehrer Dr. Christoph Lünterbusch, Initiator des Wacholderpflegetages, wies bei der Begrüßung nochmals auf die Notwendigkeit solcher Pflegeaktionen hin. Besonders durch die Zusammenarbeit mit der Naturschutzstiftung, dem Tierpark und der Jägerschaft sowie den regelmäßig stattfindenden Pflegeeinsätzen im Rahmen der Naturschutzwoche sei es gelungen, bedrohten Arten wieder Lebensraum zur Verfügung zu stellen.

Auch der Vorsitzende des Natur-Netzes Niedersachsen und Geschäftsführer der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, Hartmut Schrap, war erschienen und bedankte sich für das besondere Engagement aller Beteiligten bei dieser jährlich wiederkehrenden Pflegeaktion im Rahmen der Naturschutzwoche. „In Zeiten, in denen Klimaforscher von einer bedrohlichen Entwicklung des Weltklimas sprechen und Biologen ein in diesem Ausmaß nie dagewesenes Artensterben feststellen, ist es wichtig, mit solchen Aktionen Akzente zu setzen und insbesondere auf ein verändertes Umweltbewusstsein bei jedem Einzelnen hinzuwirken. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen durch aktives Handeln für den Natur- und Umweltschutz sensibilisiert werden. Umweltpädagogik ist und bleibt eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft“, sagte Schrap.

In der Grafschaft werden in diesem Jahr insgesamt 15 Naturschutzprojekte durchgeführt, landesweit sind es sogar mehr als 80 Projekte mit mehr als 8000 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen. Die Bingo-Umweltstiftung als Netzwerkpartner im Natur-Netz Niedersachsen fördert die Projekte mit 100.000 Euro.