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10.08.2020, 13:42 Uhr

1,2 Millionen Liter Beton für Bodenplatte der Sporthalle

Büter Bau hat vor kurzem die Sohle des neuen interkommunalen Sportzentrums in Neuenhaus gegossen und dabei 1,2 Millionen Kilogramm Beton und mehr als 150.000 Kilogramm Stahl verbaut. Foto: Büter Bau

Büter Bau hat vor kurzem die Sohle des neuen interkommunalen Sportzentrums in Neuenhaus gegossen und dabei 1,2 Millionen Kilogramm Beton und mehr als 150.000 Kilogramm Stahl verbaut. Foto: Büter Bau

Neuenhaus Das Bauunternehmen G. Büter errichtet derzeit das neue interkommunale Sportzentrum in der Samtgemeinde Neuenhaus und hat jetzt die Bodenplatte gegossen – mit einem gigantischen Materialaufwand.

Vor Kurzem fand der Spatenstich für das neue Sportzentrum in der Samtgemeinde Neuenhaus statt. Das Sportzentrum mit insgesamt fünf Hallenfeldern ist nach Ansicht von Landrat Uwe Fietzek „eines der größten Projekte, die der Landkreis bisher gestemmt hat.“ Die neue Kreissporthalle an der Schulstraße wird in Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und dem G. Büter Bauunternehmen (Büter Bau) aus Ringe errichtet. Die Größe der Halle beträgt 65 mal 60 Meter und umfasst ein Drei-Felder- und ein Zwei-Felder-Spielfeld sowie insgesamt 199 Sitzplätze und einen Bewegungs- und einen Theorieraum. Das Sportzentrum soll Ende 2021 eröffnet werden.

Das Investitionsvolumen beträgt rund zehn Millionen Euro, die von Büter Bau bis zur Übergabe vorfinanziert werden. „Ebenfalls eine Besonderheit ist der sehr ambitionierte Zeitplan: Das Hallenprojekt soll bis zum Ende des kommenden Jahres fertiggestellt sein. Mit dem Gemeinschaftsprojekt zwischen Landkreis und Kommune wird der Hallenbedarf für den Schulsport ebenso gedeckt wie der Bedarf für den Vereinssport. Eigentümer und Auftraggeber des Sportzentrums ist der Landkreis Grafschaft Bentheim“, sagt Gerrit Büter, Geschäftsführer von Büter Bau.

Anfang August hat das Bauunternehmen nach dem Spatenstich einen weiteren Meilenstein erreicht und die 30 Zentimeter dicke Sohle gegossen. Die Sohle ist eine andere Bezeichnung für die Bodenplatte. Diese stellt den Übergang zwischen Boden und Gebäude dar und schützt als Fundament das Sportzentrum vor Eigenbewegungen des Bodens, die zum Beispiel durch Kälte und Wärme entstehen können. „Die Sohle muss zudem die anfallenden Lasten wie das Eigengewicht des Gebäudes oder das Gewicht von Schnee auf dem Dach optimal auf den Boden übertragen und dort gleichmäßig verteilen. Daher kommt der sachgerechten Ausführung der Sohle eine große Bedeutung zu“, erläutert Mike Ruppelt, ebenfalls Geschäftsführer von Büter Bau. Für den Neubau des interkommunalen Sportzentrums musste Büter Bau auf die sogenannte Pfahlgründung gegen den Auftrieb des Gebäudes bis zur Fertigstellung zurückgreifen. Bei der Pfahlgründung wurden Pfähle in den Baugrund gebohrt. Für das Sportzentrum Neuenhaus wurden 49 Zugpfähle verbaut.

Laut Gerrit Büter wird beim Gießen der Sohle so viel Material benötigt wie derzeit bei keinem anderen Bauprojekt in der gesamten Grafschaft. „Wir verwenden 1200 Kubikmeter Beton, also 1,2 Millionen Liter, und mehr als 150.000 Kilogramm Stahl. Das sind erstaunliche Dimensionen, die zeigen, welche Ausmaße das Bauprojekt tatsächlich hat. Es geht beim Neubau des Sportzentrums Neuenhaus um eine technisch einwandfreie, zukunftsorientierte Ausführung für umfassende Sicherheit und lange Haltbarkeit.“ Der Keller der Sporthalle wird aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) konstruiert. Das schützt das Sportzentrum zusätzlich vor Witterungseinflüssen und Grundwasser.

Unten hui – oben ebenfalls hui: Denn der Bau erhält später eine komplette Dachbegrünung. „Dadurch wird die Dachabdichtung vor klimatischen Einflüssen geschützt und erhält dadurch eine beinahe doppelte Lebensdauer. Ebenso wird das Raumklima verbessert. Durch Verdunstung des gespeicherten Regenwassers kann sich das Raumklima der direkt darunterliegenden Räume im Sommer abkühlen. Durch die Dämmwirkung der Dachbegrünungsschicht kühlen die darunterliegenden Räume im Winter weniger aus“, betont Gerrit Büter. Darüber hinaus können Dachbegrünungen Staub und Schadstoffe aus der Luft filtern und schaffen einen besonderen Raum für Flora und Fauna. So wurden bereits auf Gründächern mehr als 50 verschiedene Honig- und Wildbienenarten gezählt, und seltene Tier- und Pflanzenarten – beispielsweise Vögel und Schmetterlinge – haben sich angesiedelt. „Diese Konzeption entspricht unserem Ansatz des nachhaltigen Bauens, den wir bei der Sporthalle Neuenhaus einmal mehr umsetzen.“

Apropos Nachhaltigkeit: Alle Büter-Baustellen werden von der nvb mit 100 Prozent Ökostrom versorgt. Das verstärkt den nachhaltigen Effekt der errichteten Gebäude erheblich.

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