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24.01.2020, 17:00 Uhr

Nordhorner Zooschule ist außerschulischer Lernort

Die Anerkennung zum ersten außerschulischen Lernort BNE der Grafschaft Bentheim erhält der Tierpark für seine Anstrengungen, in der Bildungsarbeit für ein achtsames und nachhaltiges Leben im Umgang mit der Umwelt und den Mitgeschöpfen zu sensibilisieren.

Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (5. von links) überreichte persönlich die offizielle Urkunde an Zoodirektor Dr. Nils Kramer (4. von links) und Zooschulleiterin Ina Deiting (2. von links). Foto: Wilfried Jürges

Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (5. von links) überreichte persönlich die offizielle Urkunde an Zoodirektor Dr. Nils Kramer (4. von links) und Zooschulleiterin Ina Deiting (2. von links). Foto: Wilfried Jürges

Als Arten- und Naturschutzzentrum der Region ist dem Nordhorner Tierpark das Thema Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen. Viele Maßnahmen, wie die betriebsinterne Müllaufbereitung oder komplett kompostierbares to-go-Geschirr in der Zoogastronomie und viele andere Dinge hat der Zoo bereits umgesetzt. Auch in der Zooschule wurden nachhaltige Bildungsthemen bereits früh in das Angebot implementiert und in den letzten Jahren stetig ausgebaut. So können Schulen hier nicht nur verschiedene Arten- und Naturschutzthemen wie „Vom Wolf zum Hund“ oder „Leben auf dem Bauernhof“ mit den bedrohten Nutztierrassen buchen. Um die Ökosysteme vor der Haustür geht es zum Beispiel bei den Themen „Imkerei“ und beim „Keschern am Vechtealtarm“. Weiterführende Schulen haben mit den im letzten Jahr ausgebauten Unterrichtsthemen Arten- und Naturschutz I (Handel mit geschützten Arten und Lebensraumzerstörung), Arten- und Naturschutz II (Heilkraft der Natur) und „Das Problem mit dem Müll“ vielfältige Möglichkeiten nachhaltige Themen zu wählen, die im Zoo durch die lebenden Tiere und viele Präparate gut veranschaulicht werden können.

„Die Auszeichnung ist für uns Anerkennung und Ansporn, diesen Weg der nachhaltigen Bildung weiter zu gehen“, erklärte Zoodirektor Dr. Nils Kramer und dankte seinem gut 30-köpfigen Zooschulteam rund um Zooschulleiterin Ina Deiting und die wissenschaftliche Zooschulmitarbeiterin Dr. Rebecca Schulte-Iserlohe für die geleistete Arbeit. „Wir freuen uns riesig über die jetzt ausgesprochene offizielle Anerkennung durch den Kultusminister und fühlen uns in unserer täglichen Arbeit bestätigt“, so die Zooschulleiterin.

Mit der Ausbildung der „Grafschafter Naturschutzranger“ wurden die vom Tierpark betreuten regionaltypischen Landschaften, wie der Hutewald oder die Wacholderheide in die Bildungsarbeit der Zooschule aufgenommen. Bereits seit 2013 ist die Zooschule mit ihren „Grafschafter Naturschutzrangern“ im Hute- und Schneitelwald in Bentheim und seit nunmehr zwei Jahren in zwei Wacholderheidegebieten und mit dem „Schwimmenden Klassenzimmer“ auch auf der Vechtezompe aktiv. Ein weiterer echter Meilenstein für die Zooschularbeit war dann mit großer Unterstützung der Sparkassenstiftung der Bau des neuen Zooschulgebäudes 2016 im Familienzoo. Dank dieses Gebäudes sind die Möglichkeiten der Zooschularbeit enorm gestiegen.